Donnerstag, 26.01.2012
Stadt Zürich hat keinen Einfluss auf Arbeitskontingente
Wir können zwar nicht helfen, aber schön, dass wir darüber gesprochen haben. Moritz Zumbühl, CEO der Agentur Feinheit, wollte zusammen mit einem türkischen Informatiker der an der ETH Zürich studierte, eine Firma gründen. Leider erhielt
der Türke kein Arbeitsbewilligung, worauf Zumbühl einen vielgelesenen Blogbeitrag schrieb und später einen offenen Brief an Stadtpräsidentin Corine Mauch und Finanzvorstand Martin Vollenwyder schickte. Zumbühl kritisiert, dass es für kleine Start-up-Unternehmen in der Schweiz nur schwer möglich ist, qualifizierte Arbeitskräfte aus dem Nicht-EU-Raum anzustellen, weil diese nur selten zu einer Arbeitsbewilligung kommen, auch wenn sie an einer Schweizer Hochschule studiert haben. Er fordert, dass die Behörden eher kleinere Jungunternehmen unterstützen müssen, statt Giganten wie Google oder IBM. Stadt Zürich zeigt Verständnis
Die Stadt Zürich zeigt in der Antwort Verständnis und geht mit Zumbühl "völlig einig", was
den Wirtschaftsort Zürich mit all den Studienabgängern betrifft, die hier zwar studierten, aber keine Chance auf eine Anstellung haben. Jedoch heisst es weiter von Stadtpräsidentin Corine Mauch: "Leider müssen wir Sie darauf hinweisen, dass weder die Grösse der Kontingente noch ihre rechtliche Vergabe in der Verantwortung der Stadt liegen und wir darum nur bedingt darauf Einfluss nehmen können." Die Lösung sei eine verstärkte Zusammenarbeit der beteiligten Stellen. Darum strebe man die Kooperation mit Kanton und Bund an, um zusammen optimale Bedingungen für den Standort Zürich zu erarbeiten. Die gezielte Förderung von ICT-Jungunternehmen werde zur Zeit im eZürich-Projekt "Startup-Förderung" vorangetrieben. Darüber hinaus habe die Stadt Zürich die Arbeitsbewilligungs-Problematik bereits im Schweizerischen Städteverband thematisiert. Nun wolle der Städteverband aktiv werden und beim Bund anklopfen. "Die eZürich-Projektleitung steht in enger Zusammenarbeit mit dem ICT-Dachverband ICTswitzerland, um beim Bund ebenfalls bezüglich der Kontingente vorstellig zu werden", schreiben die Zürcher Politiker. (hal)
Die Stadt Zürich zeigt in der Antwort Verständnis und geht mit Zumbühl "völlig einig", was
